Opportunitätskosten

Opportunitätskosten


Der Begriff Opportunitätskosten (auch bekannt als Alternativkosten oder Verzichtskosten) taucht immer wieder sowohl in der Betriebswirtschaftslehre als auch in der Volkswirtschaftslehre auf. Man kann die Opportunitätskosten zwischen diesen zwei Ansichten unterscheiden. Opportunitätskosten sind Kosten der entgangenen Gelegenheit. Diese Kosten entstehen, wenn man sich z. B. für eine andere Handlungsalternative entscheidet anstatt der bestmöglichen Alternative.

Opportunitätskosten aus volkswirtschaftlicher Sicht:


Beispiel 1: Unternehmen XY ist Eigentümer von einem Bürogebäude. Die Bürofläche nutzt das Unternehmen für sich selbst. Das Unternehmen XY könnte jedoch das Bürogebäude auch vermieten und somit Mieteinnahmen realisieren. Durch die Eigennutzung entfallen diese Mieteinnahmen und müssen so als Opportunitätskosten angenommen werden. Diese Opportunitätskosten tauchen jedoch nicht in der Buchführung als klassische Auszahlung auf


Beispiel 2: Ich investiere 1000€ in die Aktie von Unternehmen B. Nach einem Jahr erwirtschafte ich inkl. Dividende einen Gewinn von 50€. Hätte ich in demselben Zeitraum in die bestmögliche Alternative Bitcoin investiert, hätte ich einen Gewinn von 300€.


Opportunitätskosten aus betriebswirtschaftlicher Sicht:

Beispiel 1: Unternehmen XY produziert zwei Güter A und B. Durch Kapazitätsengpässe in der Produktion kann Gut A nur weiter produziert werden, wenn von Gut B weniger produziert wird, um den Input für das Gut A zu nutzen. Dadurch verliert man den Deckungsbeitrag von B pro Einheit, die man weniger produziert. Der entgangene Deckungsbeitrag von Gut pro Engpasseinheit stellt die Opportunitätskosten für Produkt A dar.

 

MIKROÖKONOMIE VIDEOKURS

LERNE JETZT GANZ BEQUEM MIT DEM VIDEOKURS

JEDERZEIT UND ÜBERALL!
JETZT RUNTERLADEN
Produktbox Mikroökonomie Kurs
close-link